Verwaltungszentrum des westlichen Gebietes Russlands, der eisfreie Hafen an der Ostsee. 1255 gegründet, war es 700 Jahre das Zentrum von Ostpreussen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Königsberg mit anliegenden Territorien nach Beschlüssen der Potsdamer Konferenz von Russland annektiert. Die Stadt war nach erbitterten Kämpfen im 2. Weltkrieg fast völlig zerstört.
Die Mauern des Doms, des einmaligen Denkmals der norddeutschen Gotik aus dem 16. Jh. mit dem Grab von Immanuel Kant waren erhalten geblieben. In Königsberg wurde er geboren, er studierte und unterrichtete an der Universität. Heute ist das Dom in die Liste der Denkmäler unter Schutz von UNESCO aufgenommen.
Ein Drittel der Stadt bilden Parks, Grünanlagen, Gärten, Boulevards, Gewässer (es gibt ca. 130 Seen und Teiche). Die Flora ist durch fast 600 Baum-, Busch- und Blumensorten im Botanischen Garten vertreten. Auf den Strassen kann man auf kaukasischen Rhododendron und Blautanne treffen, hier Findet man die seltene Pyramideneiche, es sind hier auch 15 Ahornsorten zu sehen. Grossartige Tennisplätze, Drama- und Puppentheater, Philharmonie, Zoo. Sandstrände an der Königsberger Küste, Dünen, Wälder und Parks erstrecken sich auf über 100 km. Für Urlauber und andere Reisende ist Kaliningrad zweifellos von grossem Interesse.
Exkursionen und Ausflüge
Stadtrundfahrt, Führung durch das Bernsteinmuseum, Historisches Kunstmuseum, Reise nach Swetlogorsk (ehem. Rauschen,).
Kaluga
Seit mehr als 6 Jahrhunderten steht an den malerischen Ufern des Flusses Oka die alte Stadt Kaluga - administratives, industrielles und kulturelles Zentrum des Kalugaer Gebiets.
1317 wird die Stadt zum ersten Mal in Chroniken erwähnt. 1607 wurde Kaluga zum Zentrum des Bauernaufstandes unter Führung von Iwan Bolotnikow. Im 17. - 18. Jh. wurde Kaluga zum Zentrum des Handwerks in Russland. Seit 1776 ist Kaluga Gouvernementszentrum. Gerade um diese Zeit bildet sich das schöne architektonische Ensemble der Stadt, das sich wunderbar in die Natur einfügt.
Eine wichtige Rolle kommt der Stadt im Krieg (1812) gegen Napoleon zu. Kaluga war das Hauptlager der russischen Truppen, als Napoleon das in Flammen stehende Moskau verliess. Unter Führung des Feldherrn Kutusow hat die russische Armee die Franzosen bei Tarutino und Malojaroslawez vernichtend geschlagen.
1892 siedelte K. E. Ziolkowski in Kaluga an. Heute ist der Name des Gründers der modernen Kosmonautik weltweit bekannt. Man nennt Kaluga auch die "Wiege der Raumfahrt". In Kaluga verbrachte Ziolkowski den grössten Teil seines Lebens, hier schuf er seine Hauptwerke, hier ist er auch begraben.
Die heutige Stadt hat eine Fläche von 70 km2 und ca. 300.000 Einwohner. Im historischen Teil der Stadt sind viele Architekturdenkmäler aus dem 17. - 19. Jh. erhalten geblieben.
In Kaluga und im Kaluga Gebiet befinden sich bekannte architektonische und literarische Denkmäler, die mit berühmten russischen Kunstschaffenden verbunden sind: A. S. Puschkin, L. Tolstoj, K. Paustowski, M. Zwetajewa, F. Dostojewski u.a.
Exkursionen und Ausflüge:
Stadtrundfahrt, Heimatmuseum, eines der ältesten Museen im Lande, gegründet 1897. Es liegt im ehemaligen Stadtgutshaus, welches ein architektonisches Denkmal aus dem Anfang des 19. Jh. ist. Kunstmuseum, in dem Werke russischer und ausländischer Maler sowie altrussische Malerei zu sehen sind, Museum für Raumfahrt "Ziolkowski", Ziolkowski - Haus. Über 25 Jahre lang lebte und schuf der grosse Wissenschaftler in diesem Haus. Die Ausstellung schildert das Leben und die Tätigkeit des Vaters der russischer Raumfahrt. Kloster "Optina Pustyn", das alte Kloster, gegründet zu den Zeiten Iwans des Dritten, das eine reiche Geschichte als kulturelles Zentrum Russlands hinter sich hat..
Sehenswerte Städte des Kaluga Gebietes:
Tarussa - hier lebten und schufen P. M. Golubizki, Erfinder des Telefons, Maler W. E. Borissow - Mussatow, W. D. Polenow, Schriftsteller Paustowski. Koselsk, nahe dem Kloster Optina Pustyn Borowsk - Borowsk - Pafnutij - Kloster - Malojaroslawez und das Dorf Tarutino mit Gedenkstätten des Krieges gegen Napoleon Siedlung Polotjany Sawod mit dem Landgut Gontscharows, wo Puschkin weilte und wo jährlich am ersten Junisamstag eine Veranstaltung Puschkin zu Ehren durchgeführt wird.
Rjazan
Die 900 jährige Stadt liegt am Oka - Fluss. 1095 gegründet, hiess diese Stadt ursprünglich Perejaslawl - Rjasanki.
Rjasan war die erste russische Stadt, die die Angriffe des Heeres von Khan Baty abwehrte, bei dieser Schlacht ist der Feldherr Jewpati Kolowrat gefallen.
1778 bekam die Stadt den offiziellen Namen Rjasan. Der ursprüngliche Entwurf der Stadt mit ihren geraden, sich rechtwinklig kreuzenden Strassen, ist grundsätzlich erhalten geblieben. Im 19. Jh. wurde die Stadt wesentlich restauriert.
Von Interesse sind der Rjasaner Kreml mit der Entschlafenskathedrale, die Erzengelkathedrale die Christi - Geburtskirche mit Glockenturm, historische Häuser und Gebäude, darunter das Gebäude der Adelsversammlung und das ehemalige Gymnasium.
Rjasan ist die Heimat des Physiologen I. P. Pawlow, des Mathematikers A. L. Markow, des Dichters J. P. Polonski, des Schauspielers A. S. Pirogow.
Zu verschiedenen Zeiten lebten und wirkten der Satiriker M. J. Saltykow-Stschedrin, Vater der Weltraumfahrt K. E. Ziolkowski, der Biologe und Botaniker I. W. Mitschurin in dieser Stadt.
43 km von der Stadt entfernt liegt das Dorf Konstantinowo - Heimatdorf des Dichters Sergej Jessenin (1895-1925). Der Dichter verbrachte hier seine Kinder- und Schuljahre, hier fing er an zu dichten. Es wurde im Dorf ein Museum für diesen grossen Dichter eröffnet.
Exkursionen und Ausflüge
Stadtrundfahrt, Museum des Physiologen I. P. Pawlow, Kunstmuseum, Eintägiger Ausflug nach Konstantinowo.