Als "Goldenen Ring" Russlands bezeichnet man die altrussischen Städte, die um Moskau in einem Umkreis von 50 bis 500 km liegen. Die Routen, welche durch diese Städte führen, zeigen dem Besucher die spannende Geschichte der Entstehung Russlands.
Es ist lange her, als die Umsiedler in diese Orte kamen und an den Ufern der majestätischen Ströme und an den Küsten der klaren Seen ihre Siedlungen bauten. Die Jahre vergingen und die aus weissem Stein gebauten Tempel und Kathedralen, Festungen und mit hohen Mauern umgebenen Kloster verdrängten die Holzbauten. Es entstanden die Städte. Ihr Schicksal war unterschiedlich. Diejenigen, die an der Kreuzung von Handelswegen lagen, hatten Ruhm und Gedeihen, den anderen, die ihre politische und wirtschaftliche Bedeutung allmählich verloren, gingen unter. Viele Städte wehrten sich gegen die Überfälle feindlicher Horden und machten ihre Namen durch den heroischen Widerstand, den sie leisteten, unsterblich.
Still und streng, wie verzaubert, erheben sich in mitten pastellfarbener russischen Landschaften diese erhalten gebliebene Festungen und Kirchen. Die Türme der Kremls und die Klöster beherbergen Museen. In vielen Räumen sind Ausstellungen, Gemäldegalerien mit einmaligen Sammlungen von Werken der angewandten Kunst untergebracht.
Gegenwart und Vergangenheit, Neues und Altes ergänzen einander und verflechten sich harmonisch.
Die folgenden altrussischen Städte gehören dem Goldenen Ring an: Ivanovo, Novgorod, Smolensk, Jaroslavl, Pskow, Suzdal, Kostroma, Rostov, Twer, Nishni Novgorod, Sergiev Possad, Wladimir.