Die Ursprünge Georgiens, eines Landes kühner und stolzer Menschen, reichen bis in die Antike zurück. Damals war Georgien als Land des "Goldenen Vlieses" und als Zufluchtsstätte des aufrührerischen Prometheus bekannt. Die Hauptstadt des Landes ist Tbilissi, ein Name, der von dem Wort "tbili" (warm) abgeleitet wurde. Nach Überlieferungen gab der Gründer Tbilissis, Zar Wachtang Gorgassah, der Stadt diesen Namen, nachdem er bei der Jagd in dieser Gegend heisse Quellen entdeckt hatte.
Am steilen linken Ufer des Kura Flusses kleben Schwalbennestern gleich die alten Häuser Tbilissis an den hohen grauen Felsen. Einst wohnten hier Handelsleute und Handwerker. Der Felsen wird von dem Metechi Tempel (13. Jh.) und dem Wachtang - Gorgassali - Denkmal gekrönt. Zum rechten Kura- Ufer hin fallen die seit Jahrhunderten warmes Schwefelwasser spendenden Mtabori Berghänge sanft ab.
Stromaufwärts, direkt am Ufer sieht man die Zionskathedrale, ein Musterbeispiel der georgischen Baukunst des Mittelalters. Ein Stück weiter befindet sich der älteste Kultbau der Stadt, die Basilika Antschisschati (6. Jh.). Über den Wohnvierteln der Altstadt erheben sich die Überreste der alten Zitadelle Narikala. Näheres über die Geschichte Tbilissis und der gesamten Republik erfährt man bei einem Besuch des historisch - ethnographischen Museums.
Die Hauptstrasse der Stadt ist der Rustawelli Prospekt, mit dem Staatlichen Museum Georgiens, das überaus reiche Artefaktensammlungen der Stein- und Bronzezeit sowie Kulturschätze des Mittelalters besitzt. Darüber hinaus verfügt das Museum über eine wertvolle Münzsammlung, alte Ikonen und unikale Goldschmiedearbeiten. Abends öffnen am Rustaweli Prospekt die Theater ihre Türen.
Von Interesse sind auch Busausflüge in andere Städte der Umgebung.
Eine dieser Reisen führt in die zweitgrösste Stadt Georgiens, Kutaissi, wo viele Bauwerke vergangener Epochen erhalten geblieben sind; nach Gori, der Geburtsstadt Stalins; zu den berühmten Höhenkurorten Borshomi und Bakuriani sowie nach Zchaltubo.
Die Georgische Heerstrasse Strasse (Tbilissi - Mzcheta - Kasbegi - Ordshonikidze) stellte von alters her die Verbindung zwischen dem georgischen und dem russischen Volk her, deren Bündnis mit dem berühmten Georgischen Traktat von 1783 gesetzlich gefestigt wurde.
Gleich am Anfang der Georgischen Heerstrasse (20 km von Tbilissi entfernt) liegt die erste georgische Hauptstadt des Altertums, Mzcheta, mit zahlreichen historischen Bauwerken, darunter: Ruinen alter Festungsmauern, Überreste von Palästen ehemaliger Herrscher Georgiens, die Dshwari Kirche (6. Jh.), ein Kleinod frühgeschichtlicher georgischer Baukunst, wo der traditionsreiche georgische Chorgesang auch heute noch zu hören ist. Beeindruckend ist die Swetizchoweli - Kathedrale mit ihren klaren architektonischen Formen, die letzte Ruhestätte Wachtang Gorgassahis; auch soll die Jesus - Christus - Toga, der Sage nach, hier vergraben sein.