Die Anfang des 11. Jh. auf einem hohen Berg zwischen den Flüssen Wolga und Kotorosl vom Rostower Fürsten Jaroslav dem Weisen gegründete Stadt diente als Bollwerk des alten Russland. Die Geschichte der Stadt ist reich an Sagen und historischen Ereignissen und beginnt mit der Sage über den Zweikampf des Fürsten Jaroslaw mit einer Bärin. Deshalb sieht man auf dem Stadtwappen das Abbild eines auf zwei Beinen stehenden Bären.
Wir kennen nicht das Antlitz der ersten Bauten der alten Stadt. Sie sind während der Invasion der Goldenen Horde zerstört worden. Jaroslawl hat aber zahlreiche historische und kulturelle Denkmäler der vergangenen Jahrhunderte bewahrt. Da ist z. B. das Christi - Verklärungs - Kloster aus dem 12. Jh., in dem man riesige Fresken aus dem 16. - 18. Jh. bewundern kann, die in gutem Zustand erhalten geblieben sind. Mit dem aus weissem Stein gebauten Massiv des Spasski - Klosters beginnt eine Reihe von Kirchenbauten, die sich am Ufer entlangziehen: die Michail - Archangel - Kirche, die Spas - na - Gorodu- und die Nikola - Rublenny - Kirche. Ihr Ensemble ist so faszinierend, dass Jaroslawl mit keiner anderen Stadt zu verwechseln ist.
Viele Architekturdenkmäler kann man während der Stadtrundfahrt oder einer Fusswanderung besichtigen.
In Jaroslawl befindet sich das erste einheimische Schauspielhaus, das den Namen Fjodor Wolkows trägt, des Begründers des russischen Nationaltheaters.
Das Kunstmuseum beherbergt eine einzigartige Sammlung von Gemälden namhafter russischer Maler: Aiwasowski, Sawrassow, Perow, Schischkin, Repin.
Das Jaroslawler Gebiet ist die Heimat der ersten Frau in Kosmos, Walentina Tereschkowa. Das Museum "Kosmos" (27 km von der Stadt entfernt) informiert über ihr Leben und Wirken sowie über die Geschichte der russischen Raumfahrt.
Ausflüge und Exkursionen:
Stadtrundfahrt, Bauhistorisches Museum, 1864 gegründet. Unter den Exponaten befinden sich Ikonen und Kunsthandwerk aus dem 16 - 19 Jh., Museum für bildende Künste. Unter den Exponaten sind Werke der Jaroslawler Maler des 13 - 18 Jh., Kacheln aus dem 17 -19. Jh., Reise nach Kostroma (76 km), Reise nach Rostow Weliki (121 km) mit Besichtigung des Museums für Bildende Künste, das auf dem Territorium des Rostower Kreml liegt. Zur Ausstellung gehören Ikonen aus dem 15 - 18 Jh., eine Porzellansammlung, sowie Emaille - Arbeiten.