Suzdal (216 km von Moskau) ist eine der ältesten Städte des nordöstlichen Russlands, dessen Namen erstmals in den Chroniken des Jahres 1024 erwähnt wird. Die Siedlung, aus der die Stadt entstand, hat eine ältere Geschichte, einige Strassen tragen bis heute Namen altslawischer Götter.
Die Stadt liegt an der beliebten Touristenroute "Der Goldene Ring Russlands". Suzdal ist eine einzigartige Museumsstadt, in der viele wertvolle Denkmäler der russischen Baukunst erhalten geblieben sind. Sie stellen die Holzchronik der Stadt dar und prägen ihr Gesicht. In der Stadt gibt es mehr als 50 Denkmäler der altrussischen Baukunst, die ein einzigartiges harmonisches Ensemble bilden. Vom ersten Blick an fesselt die Roshdestwa - Bogorodizy - (Muttergottes - Geburtstags) Kathedrale mit ihren fünf blauen Kuppeln die Aufmerksamkeit. Auf dem gegenüberliegenden Glockenturm wurde im 17. Jh. eine Turmuhr mit Glockenschlag installiert, die auch heute den Gang der Geschichte misst. Er ist durch einen Trakt mit der Erzpriesterkammer, einem seltenen Denkmal profaner Architektur, verbunden. In diesem Gebäude befindet sich z. Z. die historische Exposition altrussischer Ikonenmalerei mit Werken des 13. - 18. Jh. Im Spas - Euphemius Kloster sind die Ausstellungen "Die russische Sage" und "Dmitri Posharski als Nationalheld des russischen Volkes" untergebracht.
An die vielkuppeligen Domkirchen reihen sich Bauernblockhäuser, Holzkirchen und Windmühlen, die aus verschiedenen Ecken Russlands hierher zum Museum der Holzbaukunst und dörflichen Lebensweise gebracht wurden.
Suzdal gehört zu den Meisterwerken der Baukunst und lenkt die Aufmerksamkeit vieler Touristen auf sich, denn die Stadt nimmt einen Ehrenplatz in der Reihe der Weltkunstschätze ein.
Die Internationale Föderation der Journalisten, die über die Fragen der Touristik schreiben (FIJET), würdigte 1983 Susdal mit dem Preis "Goldener Apfel" für den hervorragenden Beitrag zum Schutz der Kulturdenkmäler und zur Entwicklung des internationalen Touristenverkehrs.
Exkursionen und Ausflüge
Stadtrundfahrt (5,5 Std.), das Architekturensemble des Kreml mit Besichtigung der Mariä - Geburts - Kathedrale und das Erzbischofspalastes. Ausstellungen machen Sie mit der altrussischen Ikonenmalerei (13. - 17. Jh.) bekannt (2 Std.), Museum der Holzbaukunst und des Alltags (2 Std.). Besuch das ehemaligen Mariä - Schutz- und - Fürbitte - Klosters (1,5 Std.) Ausflug in die Stadt Wladimir (41 km) mit Besichtigung des Museums für Kristall und Lackminiatur (3 Std.), Ausflug ins Dorf Kidekscha (4 km), die ehemalige Residenz des Fürsten Juri Dolgoruki, des Gründers von Moskau (1,5 Std.).