Twer liegt inmitten von Nadelwäldern und klaren Seen am Oberlauf der Wolga und wird seit alters her in Liedern und Legenden gepriesen. Der Name der Stadt stammt vermutlich vom altrussischen Wort "twerd" (Härte).
Twer entstand im 12. Jh. auf der Basis von Siedlungen von Gewerbetreibenden und Händlern. Für zwei Jahrhunderte wurde die Stadt zum Wirtschafts- und Kulturzentrum der nordöstlichen Russ. Die Handelsbeziehungen Twers erstreckten sich weit in den Westen, zu den Ländern des Nahen Ostens und Mittelasiens. Aus Twer begab sich der Kaufmann Afanassij Nikitin als erster Europäer auf eine lange Reise nach Indien. Die hohe Meisterschaft ihrer Schmiede, Baumeister und Juweliere machte die Stadt weltbekannt. Ihre hervorragenden Werke werden bis zum heutigen Tag von den Besuchern des Landeskundemuseums von Twer bewundert.
Das moderne Twer ist ein Industrieballungszentrum mit interessanter Architektur. Das architektonische Gesicht der Stadt prägen die Bauten aus dem 18. - 19. Jh. Die radiale Verlegung seiner Strassen erfolgt nach dem Projekt der namhaften russischen Baumeister des 18. Jh. N. Nikitin und M. Kazakov.
Der Bau des Rasthofes, in dem sich die russischen Zaren auf den Wegen von Petersburg nach Moskau aufhielten, ist ebenfalls mit dem Namen Kasakovs verbunden. Der Rasthof wurde 1809 von dem berühmten Architekten Karl Rossi rekonstruiert.
Die Twerer Gemäldegalerie besitzt über 6000 Meisterwerke der Malerei, Plastik und Graphik sowie der dekorativen und angewandten Kunst, die in den Sälen des Rasthofes untergebracht sind.
Heute ist Twer als Zentrum der Baumwollproduktion bekannt. Ein Teil der Stoffe wird exportiert. Ausserdem ist Twer bekannt für sein Pädagogisches Institut, sein Institut für Medizinische Forschungen und seine Technischen Fachschulen.
Exkursionen
Stadtrundfahrt, Heimatmuseum, Museum "Putewoj Dworez" und Gemäldegalerie.